Mut

Inhaltsverzeichnis

Werte-Antonym: Respekt 

Synonyme

Wortformen: mutig

Furchtlosigkeit, Mumm, Waghalsigkeit, Forschheit, Kühnheit, Beherztheit, Optimismus

Steigerung: Wagemut

Ähnlich: Sanftmut, Unerschrockenheit

Negativierung: Hochmut (heutige Verwendung: Arroganz)

Fremdwörter: Courage

Englisch: courage, grit (Mumm), mettle (Eifer), guts (Schneid), bravery (Tapferkeit, Wagemut), valour / valor (Heldenmut), audacity (Kühnheit)


Wortherkunft

Das Wort Mut ist ein abgeleiteter Begriff aus den beiden Wörtern „mo“ (idogermanisch), was „einen starken Willen besitzen“ und „sich mühen“ bedeutet – sowie „mout“ (althochdeutsch), was „Sinn“, „Seele“ (auch „Geist“), „die Kraft des Wollens“ und „Bereitschaft des Empfindens“ bedeutet.


Beschreibung

Mit Mut bezeichnet man einen Zustand, in welchem man sich bestimmten Dingen oder Situationen bedingt hingibt, die besonders unangenehm und/oder gefährlich sind.
Mut kann eine Charaktereigenschaft sein oder werden z. B. mit dem Motiv, sich gegen Widerstände und/oder Gefahren einzusetzen (konfrontieren), insbesondere für eine lohnenswerte oder richtige Sache (übereinstimmende Werte und/oder ein gegebenes Versprechen).
Mut erfordert eine bestimmte Menge an Entschlusskraft, um etwas Unangenehmes oder Gefahrvolles zu tun oder auch zu verweigern. Nachteile oder Verluste (zumeist eigene) werden dabei in Kauf genommen.
Die Begriffe Mut und Angst können oberflächlich als Gegensätze betrachtet werden, sind aber als psychologisches „Gemütskonzept“ zu verstehen – quasi als zwei Seiten einer Medaille. So ist „angstfreier Mut“ in einigen Lebenslagen sehr gefährlich, und „mutfreie Angst“ kann Depressionen oder ähnliches verursachen – bis hin zur „Angst vor der Angst“ (Teufelskreis). So sollte Mut stets auch mit einer bestimmten Angst einhergehen, die in diesem Spannungsbogen als Verantwortungsbewusstsein, Respekt oder kalkuliertes Abwägen bezeichnet werden kann.


Zitate

“Es gibt mehr Menschen, die kapitulieren als scheitern.”

Henry Ford (30.07.1863 bis 07.04.1947); Gründer des Automobilherstellers Ford Motor Company; konzipierte die moderne Fertigung von Fahrzeugen, welche nicht nur die industrielle Produktion revolutionierte; hatte auch starken Einfluss auf die moderne Kultur: Fordismus

“Mut des Schwachen, Milde des Starken – beide anbetungswürdig!”

Marie von Ebner-Eschenbach

“Wer nichts waget, der darf nichts hoffen.”

Friedrich Schiller (1759 bis 1805); deutscher Schriftsteller

“Einen Versuch wagen und dabei scheitern bringt zumindest einen Gewinn an Wissen und Erfahrung. Nichts riskieren dagegen heißt einen nicht abschätzbaren Verlust auf sich nehmen – den Verlust des Gewinns, den das Wagnis möglicherweise eingebracht hätte.”

Chester Barnard (07.11.1886 bis 07.06.1961); US-amerikanischer Unternehmensleiter und soziologischer Management-Theoretiker; studierte die Natur der Betriebsorganisation. War Präsident der Rockefeller Foundation.


In den Medien

Wann braucht man Mut?

Ein Sprung in den Abgrund?
Dazu gehört viel Mut. Die ARD hat seine „Freisprecher“ beim Dreik nigsspringen in Bischofshofen getroffen. Das Leben kann zuweilen heftiger sein als die steilste Schanze. Zwischen Jagertee und Mitfiebern haben wir leise Töne und Geschichten gefunden, was einen tragen kann, wenn man den Sprung ins Leben wagt. Mitwirkende sind die Zuschauer beim Dreik nigsspringen in Bischofshofen am 06.01.2015. Der Film ist downloadbar und online verfügbar bis 10. Januar 2020.

https://www.planet-schule.de/sf/php/sendungen.php?sendung=9873

Nur Mut! Schüler trainieren Zivilcourage

Schülerinnen und Schüler des Bereichs Mediengestaltung haben mit diesem Film zum Thema Zivilcourage am “Schülerwettbewerb zur politischen Bildung” der Bundeszentrale für politische Bildung teilgenommen.


Letzte Bearbeitung am 19.09.2018

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