Mit unseren Kartensets lässt sich spontan in jeder passenden Gruppe oder Runde spielen. Die Spielkarten können auf sehr vielfältige Weise verwendet werden – vom kurzen Impuls bis zum mehrstündigen Workshop-Element.
Besonders geeignet sind die nachstehenden Varianten für kleine Teams in Organisationen (z. B. in Workshops), im Freundeskreis, in der Familie, in der Schule und für Sportmannschaften.
Du findest hier die ausführliche Hauptvariante, acht weitere Spielvarianten sowie die Erklärungen zu den Symbolen (Wertetypen) auf den Karten.
Diese Seite ist ein kostenloser Zusatzservice für die Besitzer unserer Werte-Spiele. Die hier beschriebenen Varianten und Erläuterungen sind nicht im Produkt selbst enthalten, sondern werden hier laufend ergänzt und erweitert.
Gerne beraten unsere Wertecoaches, welche Variante für welchen Anlass optimal ist – auf Wunsch stehen wir auch als Spiele-Moderatoren zur Verfügung.
Diese Beschreibung gilt für folgende Kartensets:
- WERTE-Karten-Set 136 (Ausgabe 2020)
- WERTE-Karten-Set 153 (Ausgabe 2024)
- Values Cards Set 153 (Edition 2023)
- optional: Set “Destruktive Attribute” (116)
- optional: Erweiterung „11 Blanko-Karten” zum Selbstbeschriften

Gut zu wissen: Was auf den Karten steht
Bevor es losgeht, hilft ein kurzer Blick auf den Aufbau der Karten – denn vieles davon lässt sich aktiv ins Spiel einbauen:
- Jede Werte-Karte trägt einen Wertebegriff sowie dessen wichtigste Synonyme. Die Synonyme helfen, die Bedeutung eines Wertes zu erfassen, und sind oft selbst ein guter Gesprächsanlass.
- Auf jeder Werte-Karte befinden sich zudem die Symbole der Wertetypen (siehe Abschnitt „Die Symbole auf den Karten”). Ein Wert kann mehreren Typen zugeordnet sein.
- Das Set enthält neben einzelnen Werten auch begriffliche Wertesysteme – übergeordnete, begriffliche Bündel mehrerer Werte.
- Die Karten des Sets „Destruktive Attribute” tragen jeweils einen destruktiven Begriff mit Synonymen sowie drei konstruktive Gegenbegriffe bzw. Werte.
Wer diese Bausteine kennt, kann die folgenden Varianten freier und tiefer spielen.
Hauptvariante: Das 5-Karten-Spiel
Spieldauer: ca. 1-2 Stunden
Anzahl Mitspieler: 3-12
Benötige Materialien: das Wertekarten-Set – plus optional das Kartenset „destruktive Attribute“.
So wird gespielt:
- Jeder Mitspieler erhält 5 Werte-Karten willkürlich aus dem Stapel.
- Jeder behält davon die 2 Karten, die nach eigener Meinung am besten zu ihm passen bzw. ihm besonders wichtig sind.
- Die restlichen 3 Karten verteilt jeder an die anderen Mitspieler. Dabei wägt er ab, welche Karte am besten zur jeweiligen Person passt.
- Insgesamt sollte nach dieser Zuweisung möglichst jeder etwa dieselbe Menge an Karten besitzen – das ist aber nicht zwingend.
- Anschließend begründet jeder Mitspieler, warum er die beiden Werte behalten und die übrigen Werte den jeweiligen Personen zugeteilt hat. Diskussionen und Infragestellungen sind ausdrücklich erwünscht, aber kein Muss.
Ziel: Zum Schluss sollte jeder Mitspieler die zu ihm passenden Karten vor sich liegen haben und mit dieser relativen persönlichen Übereinstimmung zufrieden sein.
Hinweis: Weitere ähnliche Spiel-Varianten befinden sich im noch unveröffentlichten Begleitbuch zu unseren WERTE-Spielen, dessen Inhalte derzeit exklusiv unseren Werte-Coaches zur Verfügung stehen.
Weitere Spiel-Varianten
Die folgenden Varianten lassen sich frei kombinieren und an Gruppengröße, Zeit und Anlass anpassen. Bei jeder findest du Angaben zu Dauer, Teilnehmerzahl und Eignung.
Werteketten bilden
Dauer: flexibel · Mitspieler: ab 1 · Eignung: Vertiefung, Prozessverständnis, Wertearbeit
Bereits festgelegte Werte – meist sogenannte Ergebniswerte – werden mit sogenannten Erlebniswerten bestückt und verbunden. So entsteht eine Kette, die zeigt, wie ein Wert Schritt für Schritt zum Leben erweckt wird: vom angestrebten Ergebnis über die nötigen Haltungen bis zum konkreten Erleben im Alltag. Lege dazu einen Ergebniswert an den Anfang und ergänze nach und nach jene Werte, die ihn im täglichen Handeln tragen und sichtbar machen. Die fertige Kette macht greifbar, was ein abstrakter Wert praktisch bedeutet.
Werteteppich
Dauer: flexibel · Mitspieler: beliebig · Eignung: schneller Einstieg, Gruppen, Team- und Firmenwerte
Alle Karten (oder eine Auswahl) werden auf dem Fußboden oder einem großen Tisch ausgebreitet. Die Teilnehmer stellen sich im Kreis darum auf, und jeder sucht sich die Wertekarte heraus, die am besten zu ihm passt – alternativ jene, die am besten zum Team oder zur Firma passt. Anschließend stellt jeder seine Wahl kurz vor. So entsteht in kurzer Zeit ein gemeinsames Bild der relevanten Werte einer Gruppe.
Werte-Versteigerung
Dauer: ca. 45–60 Min. · Mitspieler: 3–10 · Eignung: Prioritäten klären, lebendiger Einstieg, Teams
Jeder Mitspieler erhält ein fiktives Budget (z. B. 1.000 Punkte). Eine Auswahl von etwa 15–25 Werte-Karten wird nacheinander „versteigert”. Wer einen Wert am höchsten bietet, erhält die Karte – das Budget ist jedoch begrenzt, sodass jeder genau abwägen muss, welche Werte ihm wirklich wichtig sind.
Nach der Versteigerung zeigt jeder seine ersteigerten Werte und erklärt, warum er gerade dafür sein Budget eingesetzt hat. Der Reiz liegt im bewussten Verzicht: Weil das Geld nicht für alles reicht, treten die persönlichen Prioritäten klar zutage. In Teams lässt sich die Variante auch mit einem gemeinsamen Budget spielen – dann müssen sich alle vor jedem Gebot einigen.
Werte-Raten (Synonym-Spiel)
Dauer: ca. 30–45 Min. · Mitspieler: 4–12 (auch in zwei Teams) · Eignung: Auflockerung, Sprachgefühl, Familie und Schule
Diese Variante nutzt die Synonyme auf den Karten. Ein Mitspieler zieht eine Werte-Karte, ohne den Hauptbegriff zu nennen. Er umschreibt den Wert nun – entweder mit eigenen Worten oder ausschließlich mithilfe der auf der Karte angegebenen Synonyme. Die anderen raten, um welchen Wert es geht.
Als Team-Variante treten zwei Gruppen gegeneinander an und sammeln Punkte für jeden erratenen Begriff. Die Runde eignet sich gut als lockerer Einstieg und schärft nebenbei das Gespür dafür, wie nah verwandte Werte sich in ihrer Bedeutung unterscheiden.
Wertetypen-Sortierung
Dauer: ca. 30–45 Min. · Mitspieler: 1–8 · Eignung: Verständnis der Wertetypen, ruhiges Arbeiten, Schule
Diese Variante macht die fünf Wertetypen erlebbar. Lege für jeden Typ ein Feld an (agile Werte, soziale Kompetenzen, handlungsorientierte Werte, Tugenden, motivbasierte Werte). Die Mitspieler ziehen Karten und ordnen sie – anhand der Symbole auf der Karte oder zunächst nach eigener Einschätzung – den passenden Typen zu.
Spannend wird es, weil viele Werte mehreren Typen zugeordnet sind: Das lädt zur Diskussion ein, warum ein Wert zugleich Tugend und Motiv sein kann. Anschließend lässt sich die eigene Zuordnung mit den Symbolen auf den Karten abgleichen. So vertieft sich ganz nebenbei das Verständnis dafür, wie Werte wirken.
Werte-Wandel
(mit dem Set „destruktive Attribute”)
Dauer: ca. 45–60 Min. · Mitspieler: 3–10 · Eignung: Konfliktreflexion, Teamentwicklung, Coaching
Diese Variante benötigt das Erweiterungsset „destruktive Attribute”. Jede dieser Karten trägt einen destruktiven Begriff samt Synonymen sowie drei konstruktive Gegenbegriffe. Jeder Mitspieler zieht eine destruktive Karte und überlegt – allein oder in der Runde –, in welchen Situationen ihm dieses Attribut schon einmal begegnet ist.
Anschließend sucht die Gruppe gemeinsam nach dem „Wandel”: Welcher konstruktive Wert (auf der Karte angegeben oder aus dem Hauptset gezogen) kann das destruktive Attribut auflösen oder ins Positive wenden? Diese Variante eignet sich besonders für Teams, die Spannungen oder Reibungspunkte konstruktiv bearbeiten möchten, ohne in Schuldzuweisungen zu verfallen.
Werte-Geschichte
Dauer: ca. 30–45 Min. · Mitspieler: 3–8 · Eignung: Kreativität, Familie, Auflockerung, Schule
Jeder Mitspieler zieht drei bis fünf Werte-Karten. Reihum entsteht eine gemeinsame Geschichte: Jeder fügt einen Abschnitt hinzu und muss dabei einen seiner Werte einbauen – sei es als Eigenschaft einer Figur, als Motiv einer Handlung oder als Wendepunkt der Erzählung. Die gespielte Karte wird offen abgelegt.
Die Variante macht erfahrbar, wie Werte Handlungen prägen und Entscheidungen begründen. Sie eignet sich gut für gemischte Gruppen und Familien und nimmt dem Thema „Werte” jede Schwere, ohne an Tiefe zu verlieren.
Eigene Werte ergänzen
(mit Blanko-Karten)
Dauer: flexibel · Mitspieler: beliebig · Eignung: Personalisierung, Team- und Familienwerte, längerfristige Nutzung
Mit der Erweiterung der Blanko-Karten lässt sich das Set um Begriffe ergänzen, die für eine bestimmte Gruppe wichtig sind, aber im Standardset nicht vorkommen – etwa Vielfalt, Teilhabe, Inklusion oder Zivilcourage. Beschriftet jede Blanko-Karte mit einem Wert und ergänzt nach Wunsch passende Synonyme.
Die selbst erstellten Karten lassen sich anschließend in jede der hier beschriebenen Varianten einbinden. So wird aus dem Standard-Set nach und nach ein Kartensatz, der die Werte eurer Familie, eures Teams oder eurer Organisation persönlich widerspiegelt.
Werte-Tarot
Beim Werte-Tarot überlässt du die Wahl dem Zufall – und wirst überrascht, wie oft genau das zum Türöffner wird. Da jeder Wert konstruktiv und wertvoll ist, gibt es keine schlechte Karte: Die gezogene Karte passt entweder verblüffend gut oder weckt die Neugier auf einen Wert, den man bisher kaum beachtet hat.
In den folgenden Varianten zeigen wir, wie sich dieses Prinzip allein, zu zweit oder in der Gruppe einsetzen lässt.
Tarot One (Tageskarte für eine Person)
Dauer: täglich wenige Minuten · Mitspieler: 1 · Eignung: Selbstreflexion, Coaching, persönliche Wertearbeit
Ziehe morgens verdeckt eine einzige Karte aus dem gut gemischten Stapel und mache den darauf stehenden Wert zum Motto des Tages. Begleite Arbeit und Alltag mit der Frage: Wo begegnet mir dieser Wert heute, wo lebe ich ihn, wo fehlt er mir?
Der Reiz dieser Variante liegt darin, dass alle Werte konstruktiv und wertvoll sind – es gibt also keine „schlechte” Karte. Gerade Werte, die man selbst selten in den Blick nimmt, treten so ins Bewusstsein und lassen sich neu entdecken. Wer mag, notiert am Abend kurz, was die Tageskarte ausgelöst hat. Über Wochen entsteht daraus ein persönliches Werte-Tagebuch.
Tarot Team (verdeckte Platzkarte im Workshop)
Dauer: wirkt über den gesamten Workshop hinweg · Mitspieler: beliebig · Eignung: Workshops, Seminare, Teamveranstaltungen
Lege vor Beginn der Veranstaltung – noch bevor die Teilnehmer den Raum betreten – an jeden Platz verdeckt eine willkürlich gezogene Karte. Idealerweise kennst du selbst die Karten nicht: Die Zuordnung ist damit vollständig anonym und dem Zufall überlassen.
Die Teilnehmer decken ihre Karte zu einem von dir gewählten Zeitpunkt auf. Erfahrungsgemäß passt die Karte erstaunlich oft zur Person – oder sie macht neugierig, was es mit diesem Wert oder Wertesystem auf sich hat. Beides bewegt: Die einen fühlen sich gesehen, die anderen beginnen zu forschen. Diese Wirkung hält häufig weit über den Workshop hinaus an, wie Rückmeldungen noch lange danach zeigen.
Tipp: Du kannst die aufgedeckte Karte zum Einstieg in eine kurze Vorstellungsrunde nutzen („Was löst dieser Wert bei dir aus?”) oder sie als roten Faden über den ganzen Tag begleiten lassen.
Tarot Duo (gezogene Karte für einen anderen)
Dauer: ca. 15–30 Min. · Mitspieler: 2 · Eignung: Coaching, Paare, Mentoring, kollegiale Beratung
Eine Person zieht verdeckt eine Karte – nicht für sich, sondern für ihr Gegenüber. Erst nach dem Aufdecken überlegt sie laut, was dieser Wert mit der anderen Person zu tun haben könnte. Anschließend antwortet das Gegenüber: Trifft es zu, überrascht es, weckt es Widerspruch?
Weil die ziehende Person die Karte nicht selbst gewählt hat, entsteht ein ehrlicher, fast spielerischer Blick von außen. Im Wechsel gespielt, entsteht ein wertschätzender Austausch, der gerade in Coaching- und Mentoring-Beziehungen oder zwischen Partnern oft erstaunlich tiefe Gespräche eröffnet.
Tarot Drei (Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft)
Dauer: ca. 15–20 Min. · Mitspieler: 1 (auch in Begleitung) · Eignung: Selbstreflexion, Coaching, Standortbestimmung
Ziehe nacheinander drei verdeckte Karten und lege sie in einer Reihe ab. Die erste steht für einen Wert, der dich geprägt hat (Vergangenheit), die zweite für einen Wert, der dich gerade jetzt beschäftigt (Gegenwart), die dritte für einen Wert, der dich rufen könnte (Zukunft).
Die Zuordnung ist bewusst offen: Es geht nicht darum, dass die Karte „stimmt”, sondern darum, welche Verbindung dein eigenes Empfinden zwischen Wert und Zeitfenster herstellt. Diese Variante eignet sich gut für Jahresanfänge, Übergänge oder als ruhiger Einstieg in eine Coaching-Sitzung.
Tarot Wochenfokus
Dauer: einmal wöchentlich, wirkt über die Woche · Mitspieler: 1 oder ein Team · Eignung: Teamrituale, persönliche Routine, agile Teams
Wie Tarot One, nur im Wochenrhythmus: Zu Wochenbeginn wird eine Karte gezogen, deren Wert die kommende Woche begleitet. In Teams lässt sich das als kurzes Ritual zum Wochenstart einsetzen – etwa im agilen Kontext zu Beginn eines Sprints oder im Weekly. Eine Person zieht stellvertretend für das Team, und der gezogene Wert wird zur gemeinsamen Linse: Worauf achten wir diese Woche besonders?
Am Wochenende oder im nächsten Treffen folgt ein kurzer Rückblick: Wo wurde der Wert sichtbar? Über mehrere Wochen entsteht so eine bewusste Auseinandersetzung mit einem breiten Spektrum an Werten, das eine Gruppe von sich aus selten ansteuern würde.
Tarot Mirror (Selbst- und Fremdbild)
Dauer: ca. 30–45 Min. · Mitspieler: 3–8 · Eignung: Teamentwicklung, vertraute Gruppen, Feedback-Settings
Jeder Teilnehmer zieht verdeckt eine Karte für sich selbst und legt sie noch verdeckt vor sich ab. Gleichzeitig zieht die Gruppe (oder der Moderator) anonym eine zweite Karte für dieselbe Person und legt sie daneben. Erst dann werden beide aufgedeckt.
Die Spannung entsteht im Vergleich: Die eine Karte hat der Zufall „für mich selbst” bestimmt, die andere „aus Sicht der anderen”. Manchmal ergänzen sich beide Werte, manchmal reiben sie sich – und genau das wird zum Gesprächsanlass. Wichtig ist der achtsame Rahmen, da hier persönliche Resonanz im Vordergrund steht. Die Variante eignet sich für Gruppen, die einander schon ein Stück vertrauen.
Tarot Raum (Werte für einen Ort oder Anlass)
Dauer: flexibel · Mitspieler: beliebig · Eignung: Auftakt von Projekten, Klausuren, Veranstaltungen, Raumgestaltung
Statt einer Person wird hier einem Ort, einem Projekt oder einem Anlass eine Karte zugelost. Ziehe verdeckt eine Karte (oder lege mehrere an verschiedene Stationen eines Raums) und mache den jeweiligen Wert zum Leitgedanken für diesen Rahmen: den Auftakt eines Projekts, eine Klausurtagung, ein Teammeeting, eine Feier.
Der gezogene Wert wird sichtbar platziert und begleitet das Geschehen. Wie bei Tarot Team entsteht der Reiz daraus, dass niemand den Wert gezielt ausgesucht hat – und sich trotzdem fast immer eine sinnstiftende Verbindung herstellen lässt. So bekommt auch ein nüchterner Anlass eine wertebezogene Klammer.
Die Symbole auf den Karten
Kurzbeschreibung der einzelnen Wertetypen die sich als Symbole auf den Spielkarten befinden – ebenso jeweils ein Link zu den Listen der Begriffe. Die Definitionen aller Wertebegriffe können im Wertelexikon (WELEX) oder dem „Das große Buch der Werte“ nachgeschlagen werden.

Ein Wert bzw. Begriff, der im sogenannten „Agilen Management“ (z. B. Scrum) Verwendung findet bzw. beachtet werden sollte.
Agiles Management, Projektmanagement und auch agile Unternehmenskultur sind nicht nur modern und gewünscht, sondern in vielen Bereichen und Branchen nachhaltig erfolgreich. Neben den sogenannten agilen Haltungen, Prinzipien und Praktiken gibt es „agile Werte“. Hier ordnen wir einzelne Werte dem „agilen Management“ zu. Eine kurze, zweckbestimmte Beschreibung ist dem Begriff zugefügt.
Hinweis: Die Liste der Begriffe findest Du unter aWerte.

Diese Werte stehen direkt oder indirekt (ergänzend oder auslösend) dafür, dass ein Mensch eine sogenannte „Soziale Kompetenz“ besitzt, um in der jeweiligen Kultur als soziales Wesen kommunizieren bzw. interagieren zu können. Mit einer bestimmten Anzahl an sozialen Kompetenzen wird man innerhalb einer Wertegemeinschaft akzeptiert und anerkannt.
Soziale Kompetenzen sind zum Beispiel die frühere „Kopfnoten“ in der Schule oder auch sogenannte „Skills“ in der Personalführung bzw. Personalentwicklung sowie präferierte Charakterstärken in den weit verbreiteten Persönlichkeitstests.
Hinweis: Die Liste der Begriffe findest du unter sWerte.

Diese Werte lösen entweder direkt Handlungen (Erleben) aus oder sie sind Bedingung, um in Aktion (Wertschöpfung) zu sein. Daraus erwachsen konstruierende Wertvorstellungen, die sich durch konkrete Handlungen ausdrücken.
Hinweis: Die Liste der Begriffe findest Du unter hWerte.

Tugenden sind positive Eigenschaften einer Person. Sie werden von Wertegemeinschaften oder Kulturen (auch Subkulturen) vorgegeben. Im Idealfall ist ein tugendhaftes Verhalten, das persönliche und/oder soziale Bestreben einer Person, nach diesen festgelegten sozialen Grundwerten zu leben. In der philosophischen und theologischen Ethik bezeichnet der Begriff bestimmte Persönlichkeitsmerkmale, die erstrebenswert und nützlich sind. Dementsprechend ist die Summe von bestimmten Tugenden, Bedingung, um in soziokulturellen Wertegemeinschaften akzeptiert zu werden bzw. Anerkennung zu erhalten. Die als Tugend bezeichneten Eigenschaften (z. B. Aufmerksamkeit, Pünktlichkeit, Fleiß, Ordnungssinn, Treue) werden als „erwünschte“ Werte begriffen.
Der Begriff stammt aus mittelhochdeutsch „tugent“ = „Tauglichkeit, Heldentat, Vorzüglichkeit, feine Sitte“.
Hinweis: Die Liste der Begriffe findest Du unter tWerte – die Listen der sogenannten Kardinaltugenden[1] findest Du im Artikel “Was sind Tugenden?”.

Zahlreiche Werte basieren auf Motiven. Also dem Grund (Beweggrund), sich für etwas zu interessieren, sich einzusetzen oder dies als wichtig und wertvoll anzusehen bzw. danach zu streben. So gibt es zahlreiche Werte-Begriffe, die allgemein als Werte verstanden, aber auch als Motiv bezeichnet werden können.
Konstruktive Motive sind mit der Absicht behaftet, einer sinnvollen (moralischen oder ethischen) Sache zu dienen. Einige Werte-Begriffe sind in diesem Zusammenhang als „charakteristisch bewegend“ (motivierend) einzuordnen.
Hinweis: Die Liste der Begriffe findest du unter mWerte.
Fußnoten
[1] Eine Kardinaltugend (von lateinisch cardo = „Dreh- und Angelpunkt“) wird auch Primärtugend genannt. Ambrosius von Mailand (339 bis 397) verwendete den Begriff erstmals als „virtutes cardinales“. Thomas von Aquin (1225 bis 1274) deutete sie bildlich als „Angel“ (Türangel), an denen alle anderen Tugenden anhängen. Im heutigen Kontext kann eine Primärtugend auch als Grundwert bezeichnet werden, denn Tugenden stellen zumeist Wertvorstellungen dar. Die Summe der Kardinaltugenden der jeweiligen Epoche stellen wiederum Wertesysteme dar. Überlieferte Kardinaltugenden gibt es seit der Antike. Eine Liste der wichtigsten Kardinaltugenden (mit Zuordnung zu den Begründern) haben wir im „Das große Buch der Werte“ verfasst.
Verweise
Letzte Bearbeitung am 30.05.2026
